praxisfür gestalttherapie und persönlichkeitsentwicklung
 
Praxis Eimsbüttel:
Psychologische Gemeinschaftspraxis
Durchschnitt 12
20146 Hamburg
Tel. 04168-918413
info@gestalttherapiehamburg.de
Praxis Schwiederstorf:
Helmut Radke
Alter Postweg 203
21629 Neu Wulmstorf
OT Schwiederstorf
 

Psychotherapie und Spiritualität

In der psychotherapeutischen Arbeit geht es um die Entwicklung von Selbstbestimmung, der Ressourcen zu einer befriedigenden und verantwortlichen Gestaltung des eigenen Lebens und der Lösung innerer Konflikte. Dafür braucht es eine Differenzierung der Wahrnehmung, die Kenntnis und Fähigkeit zur Befriedigung der eigenen Kernbedürfnisse, eine Kontaktfähigkeit nach innen und außen und die Bearbeitung psychischer und emotionaler Konfliktmuster, die meist aus der kindlichen Entwicklung stammen.

Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben bestimmte Entwicklungsstufen, in denen die Frage nach dem "Sinn" des eigenen Lebens immer wieder neu beantwortet zu werden braucht. Es geht dabei zunächst um die Gestaltung unserer Beziehung zur Welt, soziale Kontakte und Bindungen, beruflichen Erfolg und den kreativen Ausdruck unserer Selbst.

In ihrem tiefsten Grund richtet sich diese Frage aber auf etwas viel Umfassenderes. An einem bestimmten Punkt unserer Entwicklung beginnt unser Bewusstsein, über die Begrenztheit des Ich, unsere Identitäten und unser Gewordensein hinaus zu schauen - hier beginnt ein selbst-transzendierender oder "spiritueller" Entwicklungsprozess. Hier richtet sich der Blick nach innen, von den Bedingungen unserer Existenz auf ihren Urgrund, von den Inhalten des Bewusstseins auf das Bewusstsein selbst, vom Ausdruck unserer Inspiration auf deren Quelle, von der Getrenntheit des Ich auf die essentielle Verbundenheit von allem, was ist.

Als Individuum erleben wir uns als getrennt von anderen und von der Welt. Aus dieser Getrenntheit sehen wir die Wirklichkeit nur von einem Pol aus: Ich oder Nicht-Ich, Richtig oder Falsch, Leben oder Tod. Diese Sicht ist "existentiell" sinnvoll, erzeugt aber zugleich innere und äußere Konflikte. Unser Ich ist deshalb bestimmt von Angst, Angst vor Ablehnung, vor dem Tod, vor Leiden, vor allem Möglichen. Unser Bewusstsein ist in der Lage, diese Trennung zu überwinden und einen Teil in uns hervortreten zu lassen, der anders auf Wirklichkeit schauen kann. Dieser Teil ist immer da, wir müssen uns seiner aber erst bewusst werden, bevor wir zu dieser vollständigeren Erfahrung von Wirklichkeit finden können. 

In der Beobachtung der Aktivitäten unseres "Ego" entwickelt sich eine Wahrnehmung dieses "höheren Selbst". Seine Entfaltung entsteht aus der inneren Stille, wenn die emotionalen und intellektuellen Beschäftigungen zur Ruhe kommen. Wir lernen dabei von einem tieferen Punkt aus zu sehen, jenseits unseres Begehrens und Ablehnens. Wir entwickeln eine innere Öffnung für in unserer Tiefe aufsteigende spontane Erkenntnis und Wissen ("Intuition") und kommen immer mehr in Kontakt mit der Symphonie und dem Geheimnis der Schöpfung. Wir durchdringen dabei jede Erfahrung bis auf ihren Grund, wo sich die Getrenntheit auflöst in eine Erfahrung von Verbundenheit. Jede Erfahrung ist dann die richtige, unser Bewusstsein wird umfassender, tiefes Mitgefühl mit allem Leben beginnt sich auszudehnen und ein unvorstellbares Maß innerer Freiheit stellt sich ein. In dieser tiefen inneren Strömung fühlen wir uns zutiefst erfüllt und "nach Hause gekommen". 

In meiner neuen Gruppe "Becoming ME, Becoming US, Becoming MORE" wollen wir beide Dimensionen unserer Selbst erforschen und entwickeln - ein sinnliches, erfülltes, berührbares und inspiriertes Selbst in der Welt und ein "spirituelles" Sein im Kontakt mit der tiefsten Wahrheit des Lebens. Vielleicht wird dies das größte Abenteuer deines Lebens - für mich ist es das.

Siehe unter Workshops und Seminare.

 

Ich und Transzendenz sind gleichzeitig da, in derselben Erfahrung, aber die Erfahrung der Aspekte ist jeweils unterschiedlich: Du siehst den Baum als Baum, und wenn du die Augen weich werden lässt, siehst du die Ewigkeit durch ihn".                                                               Eckhard Tolle

 

 


Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings.
Albert Einstein
 

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